Wie binde ich eine Krawatte? Wo finde ich das richtige Hotel? Was ziehe ich zum Vorstellungsgespräch an? Es sind die scheinbar einfachen Fragen, die oft den größten Ärger verursachen. Denn auch wenn im Internet viele Wissens-Portale sprießen: Auf Alltagstauglichkeit sind die wenigsten von ihnen getestet. Abhilfe schaffen wollen “How-to”-Video-Portale, die mit einfachen Videoanleitungen Antworten geben. Schritt für Schritt wird hier erklärt und gleichzeitig gezeigt, wie ich was mache. Zurückspulen und mehrmaliges Ansehen kein Problem.
Mit Howcast geht nun eine neue How-to-Videosite an den Markt, deren Gründer schon einiges an Erfahrungen aus dem Internetvideo-Geschäft mitbringen. Jason Liebman, Daniel Blackman und Sanjay Raman haben bis zum Sommer 2007 für Google Video und YouTube gearbeitet. Mit der neuen Site wollen die drei professionelle Videos und usergenerierten Videocontent zusammenführen. Zwei Arten von Filmen, die bisher recht streng getrennt werden, gerade im Bereich der How-to-Videos.
Der Schritt, beides zusammenzubringen, hat sich vor allem in einer Hinsicht gelohnt: Schon kurz nach Start verfügt Howcast über eine große Community, die Videos erstellt und sich auch anderweitig rege einbringt. Denn findet sich einmal zu einem Thema keine Videoanleitung, können User entweder Vorschläge für neue Problembewältigungen machen, Anleitungen schreiben, die später von Howcast verfilmt werden, oder gleich selbst ein Video hochladen. Die Community ist stark an MySpace angelehnt, Freunde können hinzugefügt, Lieblingsvideos verlinkt werden die – üblichen Beigaben.
Auf der Site werden so witzige Anleitungen wie “Wie gebe ich vor, ein waschechter New Yorker zu sein” neben ernst gemeinten How-to-Videos wie “Wie überprüfe ich den Ölstand meines Autos” gezeigt. Die Videos sind in 25 Kategorien unterteilt wie etwa “Arts & Media”, “Health & Nutrition”, “House & Garden” oder “Holidays & Celebrations”.
Finanziert wurden Liebman, Blackman und Raman unter anderem von Tudor Investment, die gemeinsam mit anderen Investmentfirmen in einer ersten Runde acht Millionen Dollar beisteuerten. Overlay-Video-Werbung soll fette Erlöse bringen. So können etwa passend zu Koch-Anleitungen Lebensmittelkonzerne werben, und bei Sportvideos eben Deo-Hersteller.
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This entry was posted on Mittwoch, September 9th, 2009 at 17:46, by admin,
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