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July 29th, 2010

Was für’s Auge/ Zeitvertreib

Posted on Dez 18 in All Stuff, Hollywoodby ninaPrintText Resizer Text Resizer

Heute ist, bei mir zuhause zumindest, ein einigermaßen schöner Tag.

Das heißt, es regnet nicht und ab und zu kommt tatsächlich Sonne durch! Es liegt also kein Schnee, und in absehbarer Zeit wird hier auch keiner fallen. Was tut man, wenn man nichts zu tun hat? Richtig, man guckt sich sinnlosen Quatsch im Internet an, statt ein Buch zu lesen.

Auf den vorderen Plätzen sind natürlich beeindruckende Landschaftsbilder. Partyfotos von irgendwelchen (halb)nackten Schlampen Mädchen oder irre Photoshop-Kunstwerke interessieren uns selbstverständlich nicht. Here we slow!

davidla

David LaChapelle ist ein alter Hut. Aber was haben Marilyn Manson, Naomi Campbell, Gisele Bündchen, David Beckham, Björk, Shakira, Drew Barrymore, Shirley Manson,Courtney Love, Lil’ Kim, Lance Armstrong, Angelina Jolie, Pamela Anderson, Britney Spears, Cameron Diaz, Uma Thurman, Brook Shields, Leonardo Dicaprio, Amanda Lepore, Christina Aguilera, Mariah Carey, Madonna, P!nk, Rihanna, Kylie Minogue  und zuletzt Lady GaGa gemeinsam? Er hatte sie alle, und deshalb ist es so schön, sich die Bilder immer und immer wieder anzutun.

Wo wir gerade bei verrückten, glamurösen Nackedeibildern sind: Pierre&Gilles, selbst zwei glatzköpfige, bisexuelle Persönlichkeiten, sind die richtige Anlaufstelle, wenn man Kitsch sucht. In Wahrheit enthalten ihre Arbeiten aber derart subtile Querverweise und Seitenhiebe auf sozio-kulturelle Hintergründe, dass es sich lohnt, zwei- oder dreimal hinzuschauen.

Oliver Regueiro heißt der Mann, der nicht nur schöne Landschaften, sondern auch Frauen abbildet. Weil er das so gut macht, verdient er ein bisschen Aufmerksamkeit.

Dass nicht nur Jungs einen Sinn für Ästhetik aufweisen, zeigt uns Stacey Marks, die mit ihren analogen, dunstweichen Bildern den Nerv der Zeit trifft und den Trend zur analogen Fotografie, also “back to the roots”,begründet. Wir mögen sie aber auch, weil sie die schöne Kate Bosworth fotografiert hat, damit hat man quasi einen Freifahrtsschein.

Auch Jonnie Craig mag es realer, wenn es um das Schaffen von Atmosphäre geht. Das ist ihm nicht zu verübeln, was wohl auch die Vice fand, und ihn kurzum eine eigene Modestrecke ablichten ließ. Minimalistisch und gut.

Warum Mark, die Cobraschlange so beliebt ist? Weil er so tut, als sei er wie Du und ich- Und so sehen seine Bilder auch aus. Das da oben ist aber Michael Cera, der den meisten bekannt sein sollte aus Filmen wie “Juno” oder “Superbad“. Obwohl viele gehofft hatten, dass in nächster Zeit dieses unbarmherzige Indiefotografieren ohne Retusche aufhört (dieser Reportercharakter bewirkt doch nur, dass wir glauben, wir könnten selber mal eine Nacht mit unserem Lieblings-Filmstar verbringen), zeigt uns Mark: Um die Welt zu reisen und auf den wildesten und besten Parties Frauen und Männer zu fotografieren, die sich schon fast prostituieren, um von ihm geblitzt zu werden, ist nicht unmoralisch oder profilneurotisch: Es ist cool. Danke, Mark.

Die coolsten Photoshop-Bilder macht einfach Erik Johansson aus Göteborg, Schweden. Wieso? Seht selbst.

Wer lieber Anderes macht als Bilder anzugucken,  ist hier, hier, hier und ganz besonders hier gut aufgehoben.

Cheers!

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